The mind is beautiful because of the paradox. It uses itself to understand itself.

Wärme. Ich rede über Kindheitsbeschäftigungen. An einem Bach in der Nähe zu spielen war immer das Größte. Sommer war damals generell di...


Wärme. Ich rede über Kindheitsbeschäftigungen. An einem Bach in der Nähe zu spielen war immer das Größte. Sommer war damals generell die Jahreszeit. Fahrrad fahren, Einrad fahren, mit Kreide malen, Spiele spielen. Sehr gerne haben wir Indianer gespielt, uns ein halb echtes Lagerfeuer gebaut, uns bemalt, Beeren und Kräuter gepflückt und uns "Kleine Wolke" und "Rote Feder" (das war ich) genannt, sind mit Kampfgebrüll durch die Sträucher gerannt und haben unser bestes gegeben, auf Bäume zu klettern, ohne zu große Angst vorm Fall zu haben. Auf ein aufgeschlagenes Knie reagierte ich meist ziemlich schnell mit lautem Heulen, aber sofern kurz darauf die Klingelgeräusche des Eismanns, der täglich in unsere Kindersiedlung fuhr, ertönten, war das relativ schnell vergessen und ich widmete mich dem netten Mann, der uns alle schon beim Namen kannte und erfreute mich an Haselnusseis mit Streuseln. Die Streusel waren nämlich wie die Schokoglasur gratis und fühlten sich immer ein wenig nach Partyparty an - da waren ein aufgeschagenes Knie und all meine Kratzer und blaue Flecken ohnehin egal. 

Regen. Es schüttet, als wir unter einer Markise versuchen so viel zu grillen wie nur möglich. Laute Musik, die unterschiedlichsten Leute, die unterschiedlichsten Getränke. Der Abend endet mit zu vielen Plaudereien und ununterbrochener Snackytime meinerseits. Aufgrund meiner Lackschühchen habe ich beschlossen mich einem Steppduo anzuschließen. Steppen kann ich zwar nicht, aber ich kann strahlend lächeln, schnelle Schritte tippeln und es zuletzt mit meinen Armen, einer großen Geste und einem finalen Sprung so aussehen lassen, als würde es tatsächlich beherrschen.

Wolken. Die Wolken hängen leicht über uns und man hat scheinbar schon Angst vor Regen. Ich gehe Burger essen und lerne etwas über Toxikologie und das Klima in Süditalien. Doch es wird leider doch viel wärmer. Ich liege so lange wie möglich in meinem abgedunkelten Zimmer herum, um ja keine Energie zu verbrauchen. Ich begebe mich nach Düsseldorf, höre Erzählungen zu Projekten zur Akzeptanz Homosexueller und starre schöne Menschen an.

Hitze. Hitze, Hitze, Hitze. 

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