Doku des Monats: Beltracchi - Die Kunst der Fälschung

"Beltracchi - Die Kunst der Fälschung" erzählt als höchst amüsanter Kino-Dokumentarfilm von dem größten europäisc...








"Beltracchi - Die Kunst der Fälschung" erzählt als höchst amüsanter Kino-Dokumentarfilm von dem größten europäischen Kunstfälscher-Skandal der Nachkriegsgeschichte. Er zeigt den Maler Wolfgang Beltracchi bei dem, was dieser als seinen Beruf verstand, beim Fälschen. Beltracchis Bilder sind keine Kopien, sondern wurden von ihm erfunden und doch eindeutig einem bestimmten Künstler zuzuordnen. Keine Galerie, kein Experte hatte Zweifel an ihrer Authentizität, Beltracchi wurde reich damit. Schließlich beging er den Fehler, der alles auffliegen ließ. Ein Krimiplot mit einen Hauptdarsteller, der die Schwächen eines schwerreichen Kunstmarktes zuerst als Fälscher für sich nutzte, und sie jetzt, als Verurteilter, gut gelaunt dem Publikum demonstriert. Arne Birkenstocks Film ist zugleich eine Parabel auf die besinnungslose Gier überhitzter Märkte und eine irritierende Antwort auf die Frage nach Original und Fälschung.








Mein Freund empfiehlt mir "Beltracchi" als Doku des Monats. Meine Freundin heult vor Wut, wenn sie den Film sieht. Und ich, ich war mir nicht sicher, ob ich ihn mir ansehen sollte und klicke schließlich bei Netflix auf Play. - Ohne Frage ein interessanter Fall, aber die mangelnde Reue und die schnoddrige Coolness, die dahinter steckt, finde ich irgendwie... ekelhaft? Ohne Frage ein fantastischer Maler und ein kluges Köpfchen. Aber irgendeine Form der Anerkennung bekommt er von mir nicht. Hochstablertum mit Popkultur Faktor.




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