Alltag, Kartons und Löwenmäulchen

Ich präsentiere einen nicht komplett zusammenhängen Blogeintrag. Jedoch mit einigen einzelnen Themen oder Gedanken, mit denen ich in letz...


Ich präsentiere einen nicht komplett zusammenhängen Blogeintrag. Jedoch mit einigen einzelnen Themen oder Gedanken, mit denen ich in letzter Zeit in meinem Alltag zu tun hatte, ohne allzu persönlich zu werden. Stichpunkte, die ich loswerden möchte.






Anne-Sophie hat eine Liebeserklärung an Brüste geschrieben. Wir sollten euch viel öfter zeigen. Zum Beispiel aus dem offenen Fenster eines fahrenden Autos auf der Autobahn. Wir sollten viel öfter keinen BH tragen, weil Nippel zu uns gehören, wie der Bauchnabel zu unserem Bauch. Und wir sollten euch genau so sehr lieben, wie es Männer tun. Wie wäre es, wenn wir vielleicht einfach ein bisschen mehr leben, ein bisschen mehr lieben und ein bisschen besser auf uns aufpassen?
Die liebe Kea von hello mrs eve hat mich fast zeitgleich auf etwas aufmerksam gemacht. Leora hat mit nur 26 Jahren die Diagnose Brustkrebs erhalten. Vor wenigen Tagen startete sie einen Aufruf auf @bitetosurvive unter dem Hashtag #checktodetect, um auf die Wichtigkeit der Untersuchung und auch der Selbstuntersuchung und das Abtasten der Brust aufmerksam zu machen. Wie oft macht das die Durchschnittfrau denn tatsächlich? So viele Frauen sind von Brustkrebs betroffen. Ich selbst kenne und kannte einige persönlich und es kann einen nicht erst nur im hohen Alter treffen. Das Abtasten dauert nur wenige Minuten. Am besten besucht ihr Leora hier oder auf ihrem Blog Bite to survive, um mehr darüber zu erfahren und ihre Geschichte nach zu lesen.










Etwas, was ich an Wuppertal mag: Die Stadt arbeitet an sich. Die Stadt hat unglaublich hässliche und verkommene Ecken. Ihr ist nicht schon immer Prestige und absolut nicht die großen Finanzen in die Wiege gelegt. Aber es gibt so viele Bürgerinitiativen, Aktionen und Projekte von Wuppertalern, die ihre Stadt noch lebenswerter machen.

Eine dieser Aktionen ist der Wupperputz, der jedes Jahr stattfindet. Es ist eine Initiative, die sich vor allen Dingen auf die Reinigung des Wupperufers konzentriert, aber auch eine generelle ehrenamtliche Aufräumaktion ist. Im letzten Jahr haben sich über 1600 Menschen freiwillig engagiert. Schulen oder Kindergärten, die die Kinder auf die Thematik aufmerksam machen und ihnen Umweltschutz spielerisch nahe bringen, aber auch Vereine,  Gemeinden, Bürgerinitiativen oder eben auch Familien, Freunde und Einzelpersonen, denen es am Herzen liegt, dass die Stadt und der Fluss nicht zumüllt. 
Und ich habe mal wieder mitgemacht. Mit den richtigen Freunden macht es sogar sehr viel mehr Spaß, als ich eigentlich öffentlich zugeben würde. Und wurde ein Abschnitt der Wupper zugeteilt, zu dem wir herunter klettern. Und schon sind wir mitten drin und fischten Müll aus und an der Wupper hinein in unsere Müllbeutel.

Kurz danach habe ich mir "Der kleine Tag" von Rolf Zuckowski angesehen und angehört. Der Leo Club Wuppertal hat es finanziell möglich gemacht, dass eine Grundschule ein Schüler Musical aufbauen kann. Und plötzlich fand ich mich einen frühen Abends auf der Empore in einer Kirche wieder und sah etwa hundert kleinen Kindern zu, wie sie den Mut aufbrachten vor so vielen Menschen zu singen und eine Geschichte erzählten, von der ich hoffe, dass sie vielleicht auch einiges mitnehmen konnten.





Wenn ich all das jetzt so runterschreibe, fällt mir wieder auf, welche noch so kleinen Dinge mir in den letzten Wochen mit die meiste Freude bereitet haben. Und so trivial das auch klingt, so waren der Wupperputz eine sehr witzige Aktion, die mir Spaß gemacht hat, das Schülermusical war unglaublich rührend und schön mitanzusehen, mit wie viel Engagement es vorbereitet und mit wie viel Spaß es durchgezogen wurde und dann... Dann kommen auch noch meine Alltagsfreuden hinzu: Pflanzen.

Ich bin umgezogen und noch immer türmen sich die Kartons in verschiedenen den Räumen. Die Küche ist noch nicht da, die Regale noch nicht an der Wand befestigt, eine Wand noch nicht gestrichen. Und sowieso fehlt noch ein bisschen was. Manches dauert sehr viel länger, als man denkt. Auch das Zuhausefühlen braucht noch mehr Zeit. Ich kann nicht richtig schreiben, weil ich mich ein wenig fremd, ein wenig wie Besuch fühle. Dafür stehe ich jeden Morgen früh auf, mache Organisatorisches. Und endlich, ja endlich kann ich mich auch wieder Pflanzen widmen. Ich bin nun nicht nur mit all meinen Pflanzen wieder beisammen, sondern habe jetzt auch eine kleine Terrasse. Eine Woche konnte ich hier leben, aber dann musste ich plötzlich Schleierkraut und Löwenmäulchen kaufen, sowie im Baumarkt meines Vertrauens auch noch ein paar Topfpflanzen. Einmal eine Bananenpflanze, weil ich die sehr cool finde und dann auch noch eine Fleischfressende Pflanze. In der Küche gibt es nämlich ein kleines Fruchtfliegen Problem und vielleicht kann es die Pflanze lösen.




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