Doku des Monats: Tashi und der Mönch

Sehr viel früher als geplant kommt hier nun schon die Doku des Monats für den April, weil sie leider nur noch eine Woche online auf arte.tv...

Sehr viel früher als geplant kommt hier nun schon die Doku des Monats für den April, weil sie leider nur noch eine Woche online auf arte.tv verfügbar ist. Ich habe aus ganz verschiedenen Gründen Rotz und Wasser geheult und noch sehr lange darüber nachgedacht. "Tashi und der Mönch" hat mich nämlich unglaublich berührt und ich möchte sie jedem ans Herz legen. Eine sehr traurige, sehr schöne und meiner Meinung nach sehr wichtige Dokumentation, auch wenn sie bloß einen Augenblick des Projekts und dieser Realität zeigt.








Der buddhistische Mönch Lobsang Phuntsok gründete 2006 im Himalaya-Gebirge die Gemeinde Jhamtse Gatsal, den "Garten der Liebe und des Mitgefühls". Hier leben Kinder, die von ihren Familien nicht gewollt waren. Eins davon ist Tashi. Der Film hat auf vielen internationalen Festivals bedeutende Preise gewonnen, darunter den Emmy Award.

Der buddhistische Mönch Lobsang Phuntsok war ein Schüler des Dalai Lama. 2006 beendete er seine Arbeit als spiritueller Lehrer in den USA und verfolgte sein nächstes großes Projekt: Er gründete die Gemeinde Jhamtse Gatsal, den „Garten der Liebe und des Mitgefühls“ in seiner Heimat, einer abgelegenen Region des Himalayas. Hier leben heute 85 Kinder, die keine Eltern haben oder von ihren Familien nicht gewollt waren. Eines davon ist die fünfjährige Tashi. Sie hat ihre Mutter verloren, ihr Vater ist schwerer Alkoholiker. Als sie in Jhamtse Gatsal ankommt, scheint sie traumatisiert, aggressiv und wenig zugänglich. Der Mönch und die Erzieherinnen glauben daran, dass sie sich ändern kann, doch Tashi wehrt sich mit Händen und Füßen. Wird sie es schaffen, ihre Widerstände aufzugeben und Freunde zu finden? Lobsang Phuntsok hatte selbst eine unglückliche Kindheit. Seine Mutter war nicht verheiratet, als sie mit ihm schwanger wurde. Sie war zu arm, um ihr Kind allein zu versorgen. Sie vergrub es unter Blättern und überließ es seinem Schicksal. Die Großeltern fanden den kleinen Jungen und brachten ihn in ein Kloster. Dort war er wütend und aufsässig, doch ein Lehrer brachte den entscheidenden Wandel in sein Leben. Heute will Lobsang Phuntsok allen Kindern in seiner Gemeinde die Möglichkeit geben, in Sicherheit aufzuwachsen und von einer großen Zukunft zu träumen. Nach über zehn Jahren ist sein Projekt in der Region bekannt. Viele Familien bitten ihn darum, Kinder aufzunehmen, die sie nicht ernähren können. Doch alle Betten in Jhamtse Gatsal sind schon doppelt belegt und die Klassenräume quellen über. So glücklich sich der Mönch schätzt, einigen Kindern aus der Armut helfen zu können, so sehr zerreißt es ihn innerlich auch, dass er nicht alle Kinder retten kann.

Regie:Andrew Hinton, Johnny Burke
Ansehen könnt ihr die Doku noch für 7 Tage hier.







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