Noch Maschine oder schon Mensch?

Der Begriff  Roboter  kommt aus dem Tschechischem und heißt so viel wie  Zwangsarbeit . "Ich bin keine Maschine. Ich bin ein Mensc...


Der Begriff Roboter kommt aus dem Tschechischem und heißt so viel wie Zwangsarbeit. "Ich bin keine Maschine. Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut", heißt es in einem Popsong, der mittlerweile recht nervig aus dem Radio trällert. Was genau das bedeutet, wenn man es in seine Begriffe und Eigenschaften zerlegt, ist wiederum eine ganz andere Frage. Schon seit ein paar Jahren interessiere ich mich für Transhumanismus und Medizinethik. Hauptsächlich aus dem Grund klickte ich am Sonntag Abend die Dokumentation "Roboter - Noch Maschine oder schon Mensch?" von arte an. Tatsächlich widmet sie sich mehr der Entwicklung humanoider Roboter, was aber nicht weniger interessant für mich war.

In der sehr gelungenen Dokumentation folgt man Max Aguilera-Hellweg, der Medizin studiert hat, jedoch als Fotograf tätig und erfolgreich ist. Unglaublich eindrucksvolle Portraits in Licht und Schatten, in Kontrast und Fokus gibt es von ihm, "Meine Fotos sind keine Antworten, sie sind Fragen", sagt er selbst. Aguilera-Hellweg entdeckt verschiedenste Technologien und Prototype humanoider Roboter, die aus ganz unterschiedlichen Zwecken entwickelt wurden. Wissenschaftler zeigen ihm Roboter, die in Fabriken arbeiten und die Bewegungen der menschlichen Kollegen nachahmen, welche, die aussehen, als seien sie überdimensionale Säuglinge und welche, die dich umarmen und mit dir sprechen können, um die Präsenz einer weit entfernten Person nachzuahmen. Maschinen, die nahezu wie Menschen aussehen und sich ihm annähern sollen. Was bedeutet Menschsein? Was ist der Mensch? Wo ist der Mensch? In seinem Gehirn, seinen Funktionen und Fähigkeiten, seiner Persönlichkeit, seiner Empathie? Und kann nicht all das auch in einem Roboter vorhanden sein? Kann es eine Schnittstelle von Maschine und Mensch geben? Aguilera-Hellweg stellt sich diesen Fragen und porträtiert die Roboter in seinen Fotografien. Eine, wie ich finde, sehr sehr interessante Doku, die die Fragen des Menschseins aufwirft, Einblicke in die Forschung humanoider Robotik gibt und interessante Bilder liefert, ohne den Wechsel von Faszination und Schauder jemals zu stoppen.







Welchen Stellenwert sollen humanoide Roboter in Zukunft einnehmen? Wissenschaftler erforschen, ob sie bei Krankheiten oder Umweltkatastrophen auch sinnvolle Helfer sein könnten. Der amerikanische Arzt und Fotograf Max Aguilera-Hellweg trifft Forscherteams in den USA, Japan und Deutschland, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

Die Welt der Robotik entwickelt sich rasend schnell: Robotiker gehen davon aus, dass Androiden schon in zehn Jahren zu unserem Alltag gehören wie heute Autos oder Computer. In ein paar Jahren könnte der Markt der Serviceroboter 100 Milliarden Euro schwer sein. Aber sind wir bereit, sie bei uns aufzunehmen? Oder müssen wir Grenzen setzen? Humanoide Roboter werden ständig leistungsfähiger: Sie gehen, sehen, hören, sprechen und ähneln uns immer mehr. Bald schon könnten sie in unser Alltagsleben Einzug halten. Der amerikanische Fotograf Max Aguilera-Hellweg versucht Antworten auf diese Fragen zu finden. Am Robotics Lab der TU Ilmenau in Thüringen forscht Horst-Michael Groß an einem Assistenzroboter für ältere Menschen. Die Roboter sollen den Kontakt zu Familie, Freunden oder Pflegepersonen nicht ersetzen, sondern ihn bei großen Entfernungen und eingeschränkter Mobilität unterstützen und vereinfachen. Am japanischen Nationalen Institut für Industrietechnik AIST, nordöstlich von Tokio, arbeiten japanische und französische Forscher an der Weiterentwicklung der Kommunikation zwischen Mensch und Roboter. Die Wissenschaftler gestatten dem Filmteam einen exklusiven Blick in ihr Labor, in dem gerade die Steuerung eines humanoiden Roboters durch die Kraft der Gedanken getestet wird – ohne Fernbedienung oder Tastatur. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und vielversprechend. Querschnittsgelähmte könnten zum Beispiel von einem solchen Roboter getragen und gewaschen werden und so ein unabhängigeres Leben führen. In Osaka hat Max Aguilera-Hellweg das seltene Privileg, sich im Labor von Professor Minoru Asada umschauen zu dürfen. Der renommierte Forscher entwickelt einzigartige Humanoide, die es ermöglichen, die menschliche Evolution besser zu verstehen. Max macht die Bekanntschaft von Roboterbaby Affetto und von CB2, der gerade lernt zu krabbeln. In den USA wurde Atlas erschaffen, der wohl am weitesten entwickelte Humanoide der Welt. Der 1,80 Meter große und 150 Kilogramm schwere Koloss nimmt am Finale des Darpa Robotics Challenge teil. Der internationale Wettbewerb zielt auf die Schaffung eines Roboters ab, der sich bei Katastrophen wie Fukushima einsetzen lässt. Einer der Höhepunkte seiner Reise ist für Max Aguilera-Hellweg in Vermont bei der Terasem Movement Foundation seine Begegnung mit Bina48. Bina48 ist ein Roboter, der nach dem Modell einer realen Frau entwickelt wurde: Bina Rothblatt. Diese hat Stunden an Interviews aufgezeichnet, um dem Roboter ein Erinnerungsvermögen und eine Persönlichkeit zu verleihen. Die Maschine führt seitdem Gespräche, mit Hilfe ihrer außerordentlichen künstlichen Intelligenz. Zum Sprechen benutzt sie eine Sprachentwicklungs- und Stimmerkennungssoftware. Und wenn sie etwas nicht weiß, schaut sie im Internet nach. Werden uns Roboter unsterblich machen?


ANSEHEN KÖNNT IHR DIE DOKU HIER AUF ARTE ODER HIER.










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