Wunschliste Juni 2018

Die Hitze wechselt sich ab mit dem feuchtnassen bis ganz ganz grausigem Unwetter und ich, ich verbringe überdurchschnittlich viel Zei...



Die Hitze wechselt sich ab mit dem feuchtnassen bis ganz ganz grausigem Unwetter und ich, ich verbringe überdurchschnittlich viel Zeit unterwegs. Ich bin ein Zuhause-Mensch, das erwähnte ich auf diesem Blog schon einige Male, vermute ich. Ich bin gerne in meiner Wohnung, die ich mir kuschelig zurecht mache, liege in meinem weichen Bett, lese, schaue Serien und Filme, sitze auf meiner Couch am Fenster oder an meinem Schreibtisch, trinke Chai Tee und schreibe und surfe. Und weil ich das auch immer noch liebe, habe ich einige materiellen Wünsche auf meiner Liste, die ich tatsächlich sehr gerne hätte und die diesen Lebensstil unterstützen. Eine kleine Auflistung einiger Dinge, die ich interessant, witzig, wunderschön oder praktisch finde, seht ihr hiermit.

Meine Wunschliste Juni 2018


Ich schäme mich fast schon, es zuzugeben, aber ich habe sowohl noch niemals "1984" von George Orwell, noch "Per Anhalter durch die Galaxies" von Douglas Adams gelesen, obwohl ich mir bei beiden Werken absolut sicher bin, dass ich sie lieben werde. Es wird höchste Eisenbahn, dass ich das mal nachhole. Schon oft habe ich mir vorgenommen, sie mir zu kaufen und immer wieder kam etwas dazwischen. Es ist Zeit!

Zwei Düfte, an denen ich mich erfreue sind "Baudelaire" von Byredo und "My Burberry". Den wunderschönen Ring, der in seinem goldenen unregelmäßigen Formverlauf einem kleinen Zweig nachempfunden ist würde sich mindestens genauso gut an meiner Hand machen wie die Hunter Gummistiefel an meinen Füßen. Gerade wegen der Unwetter, aber auch, weil ich in letzter Zeit einige Male in einen Bach gestapft bin (und das noch einige Male wiederholen werde), wären gerade Gummistiefel so langsam sogar tatsächlich praktisch und nicht bloß ein Wunsch, den ich einfach irgendwie stylisch finde.

Von Bukowski halte ich nicht mehr so viel, wie ich es noch ein paar Jahren getan haben. Das liegt vermutlich größtenteils daran, dass ich vorher den Sexismus in seinen Werken entweder nicht gesehen oder aber geduldet oder verteidigt habe. Auf die große Frage: Kann man Kunst und Künstler trennen? Muss man das? Sollte man es? Geht das denn überhaupt? Eine Antwort habe ich noch nicht oder drücke mich schwacherweise mal wieder davor. So sehe ich noch immer House of Cards an, kann Gedichte von Ezra Pound faszinierend finden und: Auch Bukowskis Schreibtalent. Und letzterem würde ich gerne mit seinem "Über das Schreiben" auf den Grund gehen.

Bücherwünsche gehen mir nie aus. "Die Harmonie des Universums" stelle ich mir unglaublich interessant vor. Ästhetik trifft (Natur-)Wissenschaft. Offiziell soll es wohl in die Physikphilosophie fallen. In dem Bereich habe ich in meinem letzten Seminar sogar ein Seminar belegt. Ich kann gar nicht verstehen, wie man diese Schnittstelle nicht total krass finden kann. Zwischen Logik und Sinn, zwischen Zahl und Wort, zwischen Physik und Philosophie, der Beweisbarkeit von Glauben und der Glaube an die Beweisbarkeit. I LOVE IT. Dieter B. Herrmann soll mir schnellstens "die rätselhafte Schönheit der Naturgesetze" erklären.

Witzige Dinge, die genau in mein persönliches Ästhetikempfinden und meinen Einrichtungsstil passen wären die Tasse im Kaktusdesign (hammer oder hammer?), sowie das Kissen im Leinenlook mit anatomischer Skelettzeichnung darauf. Und: Wie schön wäre es, im Bett zu liegen und bei einem Blick an die Decke nicht auf weiße Wände, sondern auf unser Sonnensystem und all seine Planeten schauen zu können? Diesem Mobilée bin ich bereits einige Male im Internet begegnet und musste jedes Mal stoppen und mich aktiv wiedersetzen, jetzt nicht so viel Geld dafür ausgeben zu können. Das hängende Solarsystem bekommt man hier.

Mit "Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit" von Peter L. Berger und Thomas Luckmann habe ich mich bereits letzten Sommer im Zuge meiner Bachelorarbeit beschäftigt, konnte mich aber nicht überwinden, mir das ganze Werk zu kaufen, was ich eigentlich echt mal nachholen muss. Ein Buch, von dem ich ganz genau weiß, dass ich mich noch einige Male damit beschäftigen werde und dies auch gerne in meinem eigenen Exemplar tun würde. Ein Roman, der mich gerade sehr interessiert, nachdem ich einige Rezensionen gelesen habe, ist "Das Genie" von Klaus Cäsar Zehrer, erschienen im Diogenes Verlag. Boston, 1910. Der elfjährige William James Sidis wird von der amerikanischen Presse als »Wunderjunge von Harvard« gefeiert. Sein Vater Boris, ein bekannter Psychologe mit dem brennenden Ehrgeiz, die Welt durch Bildung zu verbessern, triumphiert. Er hat William von Geburt an mit einem speziellen Lernprogramm trainiert. Durch Anwendung der Sidis-Methode könnten alle Kinder die gleichen Fähigkeiten entwickeln wie sein Sohn, behauptet er. Doch als William erwachsen wird, bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit. Er weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Ver­fügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird. Stattdessen versucht er, sein Leben nach eigenen Vorstel­lungen zu gestalten – mit aller Konsequenz.





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