Die 10 Bücher auf meiner Weihnachtswunschliste - New York, Politik, Feminismus, Gefühl und Social Media

Mit dem Dezember und dem ersten Advent ist nun hochoffiziell die Vorweihnachtszeit angebrochen und Freunde und Familie horchen mehr oder mi...

Mit dem Dezember und dem ersten Advent ist nun hochoffiziell die Vorweihnachtszeit angebrochen und Freunde und Familie horchen mehr oder minder unauffällig nach, ob ich denn bestimmte Wünsche hätte für Geschenke unter meinem Weihnachtsbaum.. Dabei glaube ich tatsächlich, dass es überhaupt nicht schwer ist, mir eine Freude zu machen. 10 Exemplare papiergewordener Vorfreude und großen Interesses meinerseits hier also in Kurzform. Zwischen Feminismus, New York, Politik, Gefühl und Social Media.


Der Report der Magd
von Margaret Atwood

In der Republik Gilead lässt man Desfred keine Wahl: sie muss gebären. Sonst wird sie, wie alle Abweichler, entweder an der »Mauer» gehenkt oder in einen langsamen Strahlentod geschickt. Aber kein noch so totalitärer Staat kann das Begehren auslöschen – weder das von Desfred noch das der beiden Männer, die ihre Zukunft in der Hand haben. Die antifeministische Dystopie einer Welt, in der Frauen wie Ressourcen behandelt werden. Wie mir alle verkünden ist "Der Report der Magd" ('A Handmaid's Tale') brilliant erdacht und geschrieben. Margaret Atwoods messerscharfer Blick und ihr beißender Witz sind gefeiert und  machen diese beängstigende Beschwörung eines Amerikas des 21. Jahrhunderts zu einem beunruhigenden und vielschichtigen Meisterwerk, Kultbuch und der Vorlage einer ebenso ausgezeichneten Serie.
Flux
von Orion Carloto
Simon + Schuster Verlag


Turning raw emotion into powerful, digestible verse in her debut collection of poetry. Flux is a somber narrative, an ode to change, a collection of poetry and prose written from the many states of grief over a broken heart.  With original illustrations by artist Katie Roberts, Orion Carloto creates a dream world for the brokenhearted and paints a whimsical picture around the themes of love, loss, solitude, depression, sex, nostalgia, and unrequited romance. Flux takes readers through a raw and sorrowful journey of each and every bitter moment of heartbreak. Forewarning, Flux is best read with a warm cup of coffee in hand.






Trauer ist das Ding mit Federn
von Max Porter


Eine junge Frau ist gestorben. Ihre Kinder, zwei kleine Jungen, und ihr Mann sind noch betäubt vom Schock, haben haufenweise Beileidsbekundungen und Lasagne zum Aufwärmen entgegengenommen, die notwendigen Dinge organisiert, und nun setzt die unerträgliche Leere ein. Da klingelt es an der Tür. Totenschwarz und gefiedert bricht es herein, packt den Vater und verkündet: "Ich gehe erst wieder, wenn du mich nicht mehr brauchst." Die überlebensgroße Krähe nistet sich rücksichtslos in der Familie ein, meldet sich mit drastischem Witz zu Wort und wird dabei zu einer Art subversivem Therapeuten, eine herrlich anarchische Mary Poppins. Max Porter ist ein bildmächtiges, wildes Buch über die Trauer gelungen.
Das weibliche Prinzip
von Meg Wolitzer
gebundene Ausgabe DuMont Verlag

»Der Witz, die Intelligenz und Tiefe von Wolitzers Schreiben sind aufsehenerregend.«
Jeffrey Eugenides

Die schüchterne Greer Kadetsky ist noch nicht lange auf dem College, als sie der Frau begegnet, die ihr Leben für immer verändern soll: Faith Frank. Die charismatische Dreiundsechzigjährige gilt seit Jahrzehnten als Schlüsselfigur der Frauenbewegung, und sie ist das, was Greer gerne wäre: unerschrocken, schlagfertig, kämpferisch. So sehr Greer ihren Freund Cory liebt und sich auf die gemeinsame Zukunft freut, wird sie doch von einer Sehnsucht umgetrieben, die sie selbst kaum benennen kann. Durch die Begegnung mit Faith Frank bricht etwas in der jungen Frau auf, und sie stellt sich die entscheidenden Fragen: Wer bin ich, und wer will ich sein?
Jahre später, Greer hat den Abschluss hinter sich, geschieht, wovon sie nie zu träumen gewagt hätte: Faith lädt sie zu einem Vorstellungsgespräch nach New York ein − und führt Greer damit auf den abenteuerlichsten Weg ihres Lebens: einen verschlungenen, manchmal steinigen Weg, letztlich den Weg zu sich selbst. Mal mit funkelndem Witz, mal tief berührend und stets mit großer Empathie erzählt Meg Wolitzer von Macht in all ihren Facetten, von Feminismus, Liebe und Loyalität und beweist sich als hellwache Beobachterin unserer Zeit.


»Wenn alles gesagt ist, bleibt Wolitzers unerschöpfliche Fähigkeit, Menschen zu erschaffen, die so real sind wie die Schrift auf dieser Seite, und ihre Liebe zu ihren Charakteren scheint heller als jede Agenda.«
- Lena Dunham in The New York Times


Exit West
von Mohsin Hamid


In einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, in einem muslimisch geprägten Land, das am Rande eines Bürgerkriegs steht, in einer Stadt, die namenlos bleibt, lernen sie sich kennen: Nadia und Saeed. Sie hat mit ihrer Familie gebrochen, fährt Motorrad, lebt säkular und trägt ihr dunkles Gewand nur als Schutz vor den Zudringlichkeiten fremder Männer. Er wohnt noch bei seinen Eltern, ist eher schüchtern und nimmt die Ausübung seiner Religion sehr ernst. Doch während die Stadt um sie herum in Flammen aufgeht, sich Anschläge häufen und die Sicherheitslage immer prekärer wird, finden die beiden zusammen. Sie wollen eine gemeinsame Zukunft, in Freiheit. Und da sind diese Gerüchte über Türen, die diejenigen, die sie passieren, an ferne Orte bringen können. Doch den Weg durch diese Türen muss man sich mit viel Geld erkaufen. Als die Gewalt weiter eskaliert, entscheiden sich Nadia und Saeed, diesen Schritt zu gehen. Sie lassen ihr Land und ihr altes Leben zurück.
›Exit West‹ ist ein überaus berührender Roman, der sich mit den zentralen Themen unserer Zeit beschäftigt: Flucht und Migration. Mohsin Hamid beweist, dass Literatur poetisch und zugleich politisch sein kann. 

»Hamid ist kein Romantiker. Sein lakonischer Ton ist zwar voller Mitgefühl, doch Gefühle verhandelt er nicht.« -  Jörg Plath, Stuttgarter Zeitung 

»Mohsin Hamids Empathie, seine Fantasie und seine schnörkellose, von genauen Beobachtungen gespeiste Sprache machen ›Exit West‹ zu mehr als einer bloßen Flüchtlingsgeschichte. Sie ist universell – und endet vage optimistisch«, schreibt Carsten Hueck vom Deutschlandfunk Kultur. »In ›Exit West‹ beschreibt Mohsin Hamid den Weltbürgerkrieg im Stadium seiner Entstehung«, so Jamal Tuschick vom Freitag.

Asymmetrie
von Lisa Halliday

Zwei ungleiche Geschichten: eine Liebe in New York, Verhöre in London. Lisa Halliday schreibt über Liebe und Leiden, Macht und Ehrgeiz. 
Es beginnt mit einer Eiswaffel, auf einer Bank im Central Park. Hals über Kopf stürzt sich Alice in eine Lovestory mit dem berühmten Schriftsteller Ezra Blazer. Sie ist 25, er in seinen Siebzigern. Ein erotisches, tragikomisches Kammerspiel – doch dann setzt eine ganz andere Erzählung ein. Amar, ein amerikanisch-irakischer Doktorand auf dem Weg nach Nahost, wird am Londoner Flughafen in Gewahrsam genommen. Und landet im Vakuum von Wartesälen und endlosen Verhören. Subtil verwebt Lisa Halliday die zwei so ungleichen Geschichten zu einem kühnen, provokanten Roman. Sie schreibt über die Machtgefälle, die unsere Welt durchziehen, zwischen Jung und Alt, Glück und Talent, dem Persönlichen und Politischen.





Dinge zurecht rücken
Gespräche mit Joan Didion


Dieser Band versammelt die besten Gespräche der »Schriftstellerin und Ikone« (The New Yorker) aus vier Jahrzehnten. Joan Didion erzählt von ihrer Kindheit in Sacramento, ihrer Studienzeit in Berkeley, den Jahren in New York und Los Angeles. Sie denkt nach über ihre Ehe mit dem Schriftsteller John Gregory Dunne, seinen unerwarteten Tod und den ihrer Tochter Quintana, nur zwei Jahre später – Schicksalsschläge, die sie in ihren Erinnerungsbüchern Das Jahr magischen Denkens und Blaue Stunden verarbeitete, die schon jetzt als Meilensteine des Genres gelten. Aber natürlich geht es in diesen Gesprächen auch um Literatur, um das Schreiben von Romanen, das dem nicht-fiktionaler Texte so gar nicht gleicht, um das Schreiben als Akt der Notwehr, um Politik und Engagement, Sonnenuntergänge an der kalifornischen Küste, lange Spaziergänge durch New York und vieles mehr. Ein reiches Leben ist hier zu besichtigen und das Werk einer Frau, deren Stil wegweisend war, so wie ihr Erscheinungsbild.

Zehn Gründe warum du deine Social Media Accounts sofort löschen solltest
von Jaron Lanier


»Ein unglaublich gutes, dringendes und wichtiges Buch« - Zadie Smith

Jaron Lanier, Tech-Guru und Vordenker des Internets, liefert zehn bestechende Gründe, warum wir mit Social Media Schluss machen müssen. Facebook, Google & Co. überwachen uns, manipulieren unser Verhalten, machen Politik unmöglich und uns zu ekligen, rechthaberischen Menschen. Social Media ist ein allgegenwärtiger Käfig geworden, dem wir nicht entfliehen können. Lanier hat ein aufrüttelndes Buch geschrieben, das seine Erkenntnisse als Insider des Silicon Valleys wiedergibt und dazu anregt, das eigenen Verhalten in den sozialen Netzwerken zu überdenken. Wenn wir den Kampf mit dem Wahnsinn unserer Zeit nicht verlieren wollen, bleibt uns nur eine Möglichkeit: Löschen wir all unsere Accounts! Ein Buch, das jeder lesen muss, der sich im Netz bewegt!

Der menschliche Makel
von Philip Roth


Zuckerman begegnet dem alternden Professor Coleman Silk, der durch Missverständnisse und Intrigen alles verloren hat - sein Renommee, seine Familie. Das große Geheimnis, das ihn umgibt, kann er wahrscheinlich nur mit Faunia, seiner jungen Geliebten, teilen. Ein Sittenbild der amerikanischen Gesellschaft.

"Den Literaturnobelpreis habe ich ihm von Herzen gewünscht, er hatte ihn längst verdient. Wer in sein Werk einsteigen möchte, dem sei "Der menschliche Makel" empfohlen, nach wie vor aktuell und zeitlos." - Claudia Tross

"Gesellschaftskritik, wie sie wohl kaum besser formuliert werden kann. Engstirnigkeit, Neid und Missgunst sind die zentralen Themen. Ein Roman, den ich immer wieder lesen kann und den jeder einmal lesen sollte. Einfach großartig!" - Erika Föst

Zeige deine Klasse
von Daniela Dröscher

"Lange sprach die Schriftstellerin Daniela Dröscher nicht über ihre Biografie. Inspiriert von Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“, hat sie das Buch „Zeige deine Klasse“ verfasst – über ihre Herkunft aus einem kleinbürgerlichen Milieu und die damit verbundene Scham."

Zeige deine Klasse ist ein hellsichtiges Porträt über soziale Herkunft. Aus einer radikal subjektiven Perspektive beleuchtet Daniela Dröscher, wie die Klassenzugehörigkeit das eigene Selbstbild und das gesellschaftliche Miteinander bis heute prägt, aber auch, mit wie viel Scham der Begriff noch immer besetzt ist. Doch die Herkunft zu verleugnen ist viel anstrengender, als davon zu erzählen.








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